Social Media im Marketing: Massiv überbewertet?

Social Media hat den Status eines reinen Buzzwords längst überschritten und ist zur selbstverständlichen Alltagsrealität geworden. Auch an den Marketing-Abteilungen dieser Welt ist diese Erkenntnis natürlich nicht vorbei gegangen, entsprechend ist fast jede Marke auch auf Facebook, Twitter & Co. vertreten – aber bringt das tatsächlich etwas?

Viele Firmen wenden heutzutage viele Ressourcen auf, um mit ihren Marken auf den Social Media Plattformen präsent zu sein. Ein Bericht von Nate Elliott, Vice President des Marktforschers Forrester, legt nun in einer Analyse nahe, dass sich der Zeit- und Geldaufwand für viele Unternehmen bei weitem nicht im erhofften Ausmass lohnt. Dies scheint in Anbetracht der immer noch steigenden Nutzerzahlen der Social Networks erst einmal überraschend, sind diese Milliarden Nutzer doch eigentlich der Traum jedes Marketing-Managers. Doch bei genauerer Betrachtung erreichen die Posts von grossen Marken lediglich 2 Prozent ihrer Kunden und gerade einmal mickrige 0,1 Prozent der Fans liken, teilen oder kommentieren durchschnittlich einen Post.

Unternehmen sollten sich deshalb genau überlegen, ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand für Social Media wirklich lohnt. „Es ist offensichtlich, das Facebook und Twitter nicht die Beziehungen bieten, welche Marketing-Manager sich wünschen“, schreibt Elliott in seinem Bericht. Es sei daher an der Zeit, Strategien für soziale Beziehungen um Websites herum zu bauen, die den entsprechenden Gegenwert böten. So hat zum Beispiel Sony 4,5 Millionen Nutzer auf die Microsite GreatnessAwaits.com gezogen und sich damit einen Vorteil für den Launch der PlayStation 4 gegenüber dem direkten Konkurrenten Microsoft verschafft.

Warum Social Networks für Marketingzwecke eigentlich nicht geeignet sind, bringt Elliott mit folgendem Satz auf den Punkt:“Ihr habt nicht wirklich eine soziale Bindung zu euren Kunden.“ Die Zeit, in der eine Social Media Strategie mehr oder weniger universell gültig war, ist also offenbar vorbei.

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